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5.3., 19h, Club Voltaire, Hafenstr. 3: Die Wiedervereinigung und ihre Folgen

Wiedervereinigung – ein Thema von gestern?

Ganz im Gegenteil. Folgt man einigen Historikern, so werden wir tagtäglich daran erinnert, dass im Zuge der Wiedervereinigung manche Weichen falsch gestellt worden sind. Gerhard A. Ritter, Professor für Neuere und Neueste Geschichte, hat 2006 mit seinem Buch „Der Preis der deutschen Einheit – Die Wiedervereinigung und die Krise des Sozialstaats“ einen Bestseller gelandet. Heute, 20 Jahre später, hören und lesen wir: Wir können uns den Sozialstaat nicht mehr leisten, wir müssen sparen, Schluss mit Bürgergeld usw. usf.

Was hat die Krise des Sozialstaats mit der Wiedervereinigung zu tun? Gibt es weitere bemerkenswerte Spätfolgen der Wiedervereinigung? Was hat Wolfgang Schäuble, 1990 Bundesinnenminister unter Bundeskanzler Helmut Kohl, zur Wiedervereinigung beigetragen? War die Wiedervereinigung in Wahrheit eine ,,Übernahme“, ein ,,Anschluss“?

Zukunft braucht Herkunft

Unter diesem Motto richtet die Gemeinde Hohberg ein Museumsquartier ein, berichtet die Kehler Zeitung in ihrer aktuellen Ausgabe (KEZ vom 31. Januar 2026). „Ein starkes Zeichen für gelebte Kultur“, meint Bürgermeister Heck.

Und Kehl? Verkauft die Stadt demnächst ihr Museumsgebäude in der Friedhofstraße und schafft damit ihr Museumsquartier ab?Zuzutrauen wäre es ihr, denn auf eine Umfrage der Kehler Zeitung unter Gemeinderatsmitgliedern haben einige für den Verkauf plädiert.

Doch es gibt noch besonnene Mitbürger in der Stadt, genauer: in Kork. „Katastrophale Veräußerung von Kulturgut“ hat in einer Ortschaftsratssitzung ein Korker den geplanten Verkauf des Hanauer Museums, der ehemaligen Sundheimer Grundschule und der Rathäuser in Querbach und Odelshofen genannt. Der Korker Ortschaftsrat lehnt den Verkauf ab.

Entscheiden muss es der Kehler Gemeinderat am 25. Februar. Wir leben gerade in der närrischen Zeit, in der das Brauchtum gepflegt wird. Vielleicht dämmert es dem einen oder anderen Gemeinderatsmitglied beim Umtrunk in der ich-weiß-nicht-wievielten Narrensitzung dieser Saison? Zukunft braucht Herkunft, sonst sind wir heimatlos.

Keine Chancen für den Liberalismus? Vorträge am 13. Febr., 16 Uhr

Generallandesarchiv Karlsruhe und auf ZOOM (https://ag-landeskunde-oberrhein.de/event/keine-chancen-fuer-den-liberalismus/)

Bürgerliche Parteien in der Weimarer Republik

Eine Einladung des Generallandesarchivs zum Forum Landesgeschichte
Durch die Gründung der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) 1918 war der zersplitterte Liberalismus wieder geeint und konnte sich in der neuen Republik zu einem Machtfaktor entwickeln. Doch schnell zeigte sich, dass die Gräben zwischen den ehemaligen Nationalliberalen und Fortschrittlern weiterhin tief waren. Auch das Programm Gustav Stresemanns für die Deutsche Volkspartei (DVP), „Wir sind und bleiben national und liberal“, zeigt die Zerreißprobe des Liberalismus zwischen den Parteien von rechts und links.

Es sprechen:
Dr. Jürgen Frölich, Bonn
Ein national-liberaler Stabilitätsanker? Gustav Stresemann, Baden und die Weimarer Republik
Johannes Niemesch, Karlsruhe
Zwischen Vernunftrepublikanismus und demokratischer Überzeugung. Die Deutsche Demokratische Partei und deren politische Ausrichtung in der Frühphase der Republik Baden
Kaffeepause
Dr. Desiderius Meier, Passau
Die badische DDP und die Chancen liberaler Politik in der Weimarer Demokratie
Das Forum Landesgeschichte ist eine Veranstaltung des Generallandesarchivs in Kooperation mit der
Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein.

Reise in die Vergangenheit

Der Historische Verein Kehl will Kinder und Jugendliche für die Geschichte der Stadt und der Region begeistern. Über die Geschichte findet ein junger Mensch einen emotionalen Bezug zu seiner Umgebung. Damit wächst die Bereitschaft, sich mit der Stadt zu identifizieren und in ihren Institutionen politisch und sozial zu engagieren,

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