Bibliothek Alemannisches Institut Freiburg und per ZOOM
Wer hätte das gedacht? „Bäuerliche Denker? – Die Uhrmacher in Schwarzwald und Jura als Wegbereiter des industriellen Kapitalismus“ – Darum geht es am Donnerstag, 5. Februar 2026, 18.15 Uhr, in einem Vortrag des Alemannischen Instituts Freiburg. Referent ist Johannes K. Staudt, Freiburg. Der Vortrag findet in der Bibliothek des Instituts statt. Sie können ihn auch per Zoom verfolgen, wenn Sie sich beim Alemannischen Institut anmelden (www.alemannisches-institut.de). Der Link wird Ihnen dann am Donnerstag zwischen 14 und 16 Uhr zugesandt.
Dr. Johanna Regnath, Geschäftsführerin des Instituts, schreibt dazu:
Die Geschichte des induustriellen Kapitalismus und seiner Entstehung ist reich an großen Erzählungen. Oft sind diese jedoch nur an wenige empirische Befunde rückgebunden, die sich darüber hinaus überproportional häufig auf Stadtgesellschaften beziehen. So entstanden Stereotype von Stadt und Land als vermeintlich fortschrittlich bzw. rückständig. Die spezifischen Dynamiken ländlicher Räume gerieten aus dem Blick. Der Referent untersucht innovative Netzwerke und gewerbliche Dynamiken im ländlichen Raum, um neue Perspektiven auf die Entstehung und Ausformung des industriellen Kapitalismus in Europa zu entwickeln. Anhand der Uhrmachergewerbe in Schwarzwald und Jura rücken so die Akteure ins Zentrum der Erklärung für die Industrielle Revolution.
Johannes K. Staudt hat Geschichte und Wirtschaftswissenschaften an der Uni Freiburg und am Trinity College Dublin studiert und 2020 mit dem Master abgeschlossen. Er promoviert bei Prof. Dr. Jörn Leonhard über das Thema „Ländliche Innovationskulturen und die Entstehung des europäischen Kapitalismus: Eine vergleichende Geschichte des Schwarzwalds und des Jura, ca. 1740–1880“. Unterstützt von einem Sonderstipendium der Kommission für Geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg schließt er derzeit diese Arbeit ab.
