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Vergangene Veranstaltung

Keine Chancen für den Liberalismus? Vorträge am 13. Febr., 16 Uhr

Generallandesarchiv Karlsruhe und auf ZOOM (https://ag-landeskunde-oberrhein.de/event/keine-chancen-fuer-den-liberalismus/)

Bürgerliche Parteien in der Weimarer Republik

Eine Einladung des Generallandesarchivs zum Forum Landesgeschichte
Durch die Gründung der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) 1918 war der zersplitterte Liberalismus wieder geeint und konnte sich in der neuen Republik zu einem Machtfaktor entwickeln. Doch schnell zeigte sich, dass die Gräben zwischen den ehemaligen Nationalliberalen und Fortschrittlern weiterhin tief waren. Auch das Programm Gustav Stresemanns für die Deutsche Volkspartei (DVP), „Wir sind und bleiben national und liberal“, zeigt die Zerreißprobe des Liberalismus zwischen den Parteien von rechts und links.

Es sprechen:
Dr. Jürgen Frölich, Bonn
Ein national-liberaler Stabilitätsanker? Gustav Stresemann, Baden und die Weimarer Republik
Johannes Niemesch, Karlsruhe
Zwischen Vernunftrepublikanismus und demokratischer Überzeugung. Die Deutsche Demokratische Partei und deren politische Ausrichtung in der Frühphase der Republik Baden
Kaffeepause
Dr. Desiderius Meier, Passau
Die badische DDP und die Chancen liberaler Politik in der Weimarer Demokratie
Das Forum Landesgeschichte ist eine Veranstaltung des Generallandesarchivs in Kooperation mit der
Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein.

Uhrmacher im Schwarzwald als Wegbereiter des Kapitalismus – Vortrag 5. Feb., 18.15 Uhr

Dr. Johanna Regnath, Geschäftsführerin des Instituts, schreibt dazu:

Die Geschichte des induustriellen Kapitalismus und seiner Entstehung ist reich an großen Erzählungen. Oft sind diese jedoch nur an wenige empirische Befunde rückgebunden, die sich darüber hinaus überproportional häufig auf Stadtgesellschaften beziehen. So entstanden Stereotype von Stadt und Land als vermeintlich fortschrittlich bzw. rückständig. Die spezifischen Dynamiken ländlicher Räume gerieten aus dem Blick. Der Referent untersucht innovative Netzwerke und gewerbliche Dynamiken im ländlichen Raum, um neue Perspektiven auf die Entstehung und Ausformung des industriellen Kapitalismus in Europa zu entwickeln. Anhand der Uhrmachergewerbe in Schwarzwald und Jura rücken so die Akteure ins Zentrum der Erklärung für die Industrielle Revolution.
Johannes K. Staudt hat Geschichte und Wirtschaftswissenschaften an der Uni Freiburg und am Trinity College Dublin studiert und 2020 mit dem Master abgeschlossen. Er promoviert bei Prof. Dr. Jörn Leonhard über das Thema „Ländliche Innovationskulturen und die Entstehung des europäischen Kapitalismus: Eine vergleichende Geschichte des Schwarzwalds und des Jura, ca. 1740–1880“. Unterstützt von einem Sonderstipendium der Kommission für Geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg schließt er derzeit diese Arbeit ab.